Ansätze zur Raumkühlung gab es bereits bei den alten Ägyptern. Sie wussten, dass Wasser erfrischt und nutzten – vereinfacht ausgedrückt – Wasserdampf zur Kühlung ihrer Behausungen. Das war natürlich sehr aufwändig und nur von kurzer Dauer, noch dazu war Wasser ein knappes Gut.
Die Idee für die Klimaanlage, so wie wir sie heute kennen, geht auf den damals 25 Jahre jungen US-Amerikaner namens Willis Carrier zurück. Eigentlich wollte der Ingenieur mit seiner Erfindung im Jahr 1902 die Luftfeuchtigkeit in einer Druckerei kontrollieren, damit sich das Papier nicht wölbt. Er nannte seine Maschine „Apparat zur Behandlung von Luft“. Anfangs diente sie industriellen Zwecken, sie revolutionierte aber rasch den Alltag und legte den Grundstein für moderne Gebäude- und Fahrzeugklimatisierung.
Die erste Klimaanlage war übrigens nicht gerade handlich. Sie war einen Meter breit, hoch und tief und wog weit über 100 kg. Zudem war sie extrem teuer und daher nur für Unternehmen oder sehr reiche Leute leistbar. Zu den ersten Nutzern zählten beispielsweise Kinos oder Kaufhäuser, die ihre Besucherzahlen in der heißen Jahreszeit damit deutlich steigern konnten. Ihre Investition amortisierte sich in wenigen Monaten.
Heute sind Klimaanlagen weit verbreitet. Laut aktuellem World Population Review ist China jenes Land mit den meisten Klimaanlagen, gefolgt von den Vereinigten Staaten und Japan. Europa befindet sich in diesem Ranking nicht unter den Top-10. Mit den steigenden Temperaturen wird der „künstliche Klimawandel“ aber auch hierzulande immer beliebter.





